Eggental

Museen & Burgen entdecken

Museen und Burgen im Eggental

(Schloss-)Geschichte(n)

Die Burg Karneid, das Schloss Thurn und das Museum Steinegg zeugen von lang vergangenen Zeiten, sie erzählen die Geschichte(n) vom Eggental des 12. Jahrhunderts, von früher Tiroler Bauernkultur, von Religion und sakraler Kunst.

Burg Karneid

Burg Karneid

Freitreppen klettern an der Burgfassade empor, romanische Fresken zieren die Kapelle. Majestätisch und erhaben wacht sie mit ihren Tortürmen über der Eggental-Schlucht: die Burg Karneid. Das Wahrzeichen der Gemeinde wurde von den Herren Greifenstein um 1200 n.Chr. erbaut und gehört auch heute noch zu den schönsten Anlagen Südtirols.

Führungen durch die Burg Karneid  

In den Monaten Mai, Juni, September und Oktober kann die Burg mit Führung besichtigt werden.
Zeit: freitags, um 14.00 Uhr und um 15.30 Uhr (mind. 10. Personen)
Voranmeldung bitte bis Donnerstag mittags im Sekretariat der Gemeinde Karneid bei:
Tel. +39 0471 361313 - 300 - Fax +39 0471 361399
judith.ganthaler@gemeinde.karneid.bz.it

Museum in Deutschnofen

Gebietsmuseum Schloss Thurn

Umrahmt von altem Steingemäuer öffnet sich die Tür zur sakralen Kunst: alte Altar- und Weiheblätter aus dem 16. Jahrhundert, frühbarocke Heiligenstatuen und religiöse Gemälde strahlen tief in die Geschichte des Eggentals.
Angegliedert an das heutige Rathaus liegt das Gebietsmuseum Schloss Thurn in einem romanischen Turm aus dem 13. Jh.. Hier wurde gewohnt und um 1341 auch zu Gericht gesessen. 1911 ging der Ansitz Schloss Thurn in das Eigentum der Gemeinde Deutschnofen über, welche das Gebäude sorgfältig renoviert und für die historisch Interessierten geöffnet hat.   
 
Kontakt:
Rathaus Deutschnofen
Schloss-Thurn-Straße 1,
I-39050 Deutschnofen
Tel. 0471 617 500

Öffnungszeiten: 
MO-FR 8-12.30 Uhr, MO 14-17.45 Uhr.

Eintritt frei!
 

Museum Steinegg

Das arbeitsame Leben am Hof, die fast vergessenen Handwerksberufe, das murmelnde Gebet in der Kirche. Vor Geschichtsliebenden entfaltet sich die faszinierend naturnahe Lebenswelt der Bergbewohner.
Das Museum Steinegg führt zu den Wurzeln der Tiroler Geschichte. Beim Streunen durch alte Holzstuben, Kammern und Arbeitsräume werden die Besucher zu liebevoll installierten Exponaten geleitet und in der Auferstehungskapelle holen wertvolle Statuen und sakrale Schätze auch ein Stück Glaubensgeschichte ins Licht der Gegenwart.
Geöffnet vom Palmsonntag bis Ende Oktober
Besichtigung nur mit Führung, Sonderführungen für Gruppen ab 10 Pers.
DI - FR 10.00 & 11.00 Uhr, SA, SO & Feiertage 17.00 Uhr;  MO geschlossen!

Eintrittspreise:
5,00 € Erwachsene - 3,00 € Kinder, Jugendliche (bis 14 Jahre)
4,00 € Gäste, Senioren (ab 65), Gruppen (ab 15 Personen)
12,00 € Familien

Kontakt & Anmeldung:
Kirchplatz 2, Steinegg - Tel.: +39 0471 619560 
info@sternendorf.it - www.museumsteinegg.com

>> Download Flyer Museum Steinegg

Die Burgen von Steinegg

Die Herren von Völs bauten in Steinegg um 1200 die Wohnburg mit Blick nach Süden und um 1300 die Wehrburg mit Blick ins Eisacktal. Diese Befestigungsanlage befindet sich über einer ca. 30 Meter hohen Felswand. Der Zugang wurde vor Jahren mit einem befestigten  Zaun bis zur Burganlage errichtet. Man betritt die Burg durch das einstige Burgtor, das noch gut erhalten ist. Ein großer Tel der Mauern auf dieser Seite steht noch. Doch von den Zinnen ist nichts mehr erhalten. Sie sind ebenso wie der Turm des Schlosses verfallen.
Von der Wohnburg befanden sich bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts noch Teile der Ringmauern und des Turmes. Leider wurden diese von einigen Ortsbewohnern, die sich ein Eigenheim bauten, abgetragen und als Bausteine verwendet. Heute finden wir am Fuße des einstigen Turms das „Bergheim“.  
Die Herren von Völs besaßen das Gericht Steinegg mit Welschnofen. Sie haben diesen Zweig ihrer Familie nach der Festung Steinegg benannt: Henricus, Clara, Grimoldus und Christophorus de Steineck. Clara de Steineck wurde 1292 die erste Äbtissin des Klarissenklosters zu Meran. 1298 wurde ein Gozelin, Richter zu Steineck genannt. Das Gericht Steineck war der Landeshoheit der Grafen von Tirol unterworfen. Nach deren Aussterben derselben, erhielten 1366 aufgrund eines Schiedsspruches die mit ihnen verschwägerten Herren von Niederthor und Botsch von Bozen die Gerichte Steinegg und Karneid zu ewigem Besitz. Seit dem 14. Jahrhundert blieben Steinegg und Karneid im Besitz der Liechtensteiner. Diese waren jedoch Anhänger des Tiroler Adelsverbandes, der ein erbitterter Feind Herzog Friedrichs, „mit der leeren Tasche“ war. Wie gegen alle seine Feinde ging dieser auch gegen die Herren von Steinegg vor und zerstörte das Schloss um 1420, das nicht mehr aufgebaut wurde. 
Das Gericht Steinegg blieb weiterhin erhalten, jedoch zum Pises Hof verlegt, wo es zwei Jahrhunderte aufrecht blieb.