Die Bretter, die die Winterwelt bedeuten

Datum
14.02.2019
Tags
Skifahren

Die Bretter, die die Winterwelt bedeuten

Richtig gute Lines auf dem Snowboard zu fahren ist eine schöne Sache. Ich habe im Winter immer mit viel Passion das Snowboarden genossen und es waren in all den Jahren definitiv nur wenige Tage, an denen ich auf den Pisten nicht mit meinem Board anzutreffen war.

Diese Wintersaison soll jedoch einen Wendepunkt markieren. Mich einer neuen Herausforderung zu stellen – das wollte ich schon vor dem Jahreswechsel tun, daher war ich fest entschlossen, meine Weihnachtsprämie in eine Skiausrüstung zu investieren und auf zwei Brettern so richtig Gas zu geben. In solchen Dingen bin ich ein Mann der Taten. So standen Mitte Dezember tatsächlich ein neues Paar Skier samt Skischuhen in meinem Keller, was meinen Bewegungsdrang und Bergwinterhunger so richtig aufflammen ließ.

Für die Jungfernfahrt braucht es Pistenkilometer

Mein Schwager und Snowboardkumpel wollte mich bei meiner Jungfernfahrt mit den neuen Skiern begleiten. Dieses Abenteuer wollte er sich definitiv nicht entgehen lassen. Auf den Pisten von Obereggen fänden meine neuen Skier ausreichend Auslauf und ein vielseitiges Gelände, um die neuen Skier ordentlich zu testen.

Voller Motivation samt neuer Ausrüstung stehe ich an der Talstation in Obereggen und kann es kaum erwarten mit den Kanten die ersten Lines in die top präparierten Pisten zu ziehen. Bereits am Vorabend habe ich den Pistenplan von Obereggen ausführlich studiert. Für heute ist Vollgas angesagt, denn mit diesem Skipass lassen sich sage und schreibe genau 111 Pistenkilometer sammeln.

Skitag is(s)t auch Knödeltag

Die Schneelage ist top und das gut ausgebaute Netz an Liften sorgt dafür, dass wir bis mittags bereits viele dieser Pistenkilometer gesammelt haben. Mein Schwager und ich bestellen uns beide ein anständiges Mittagessen – immerhin haben wir ja auch schon einiges an Kalorien verbraucht! Und während ich mir mein würzig-duftendes Gulasch mit Knödeln schmecken und die letzten Abfahrten Revue passieren lasse, wird mir klar: Der Gesamteindruck auf meinen neuen Skiern gefällt mir! Sowohl kurze Schwünge als auch rasante Carving-Kurven machen Spaß und erfordern ordentlich Körpereinsatz. Mit jeder Abfahrt bisher kam ich mit den beiden Brettern besser zurecht. Und hier auf der Mayrl Alm, während ich mit einem Stück Brot noch die letzte Soße auftunke und in Gedanken schon wieder auf der Piste bin, bekomme ich beinah‘ das Gefühl, als wäre ich schon seit zehn Winter auf Skiern unterwegs. Vor allem im steileren Gelände, wie auch im unteren Drittel der Zanggen-Piste, machen mir die Skier richtig viel Spaß!

Wir waren fleißig und sind – mit ordentlichem Hüttenschmaus intus – nach drei weiteren Stunden auf dem Schnee gut ausgepowert. Zwei mal drei Stunden Skifahren reichen für heute vollkommen aus. Jetzt haben wir uns ein Feierabendbier verdient und genießen ein Kühles auf der Sonnenterrasse. Die Bewegungsmotorik des Skifahrens hat mich in den Bann gezogen und ich freue mich schon auf morgen, um wieder meine Kanten rund um die Hänge des Latemar-Massivs in den Schnee zu pressen. Als Snowboarder angereist, als Skifahrer wieder heimgefahren, so mein vorzeitiges Resümee – kein Wunder, bei der Traum-Umgebung!

Manuel Demetz

Neue Routen planen, neue Bikes testen, neue Talschaften und Bergtrails entdecken – da brennt die Leidenschaft! Manuel hat nicht nur als Content Scout bei clicktext, der Südtiroler Agentur für Corporate Content, oft das Fahrrad im Kopf ...

Für die italienische Übersetzung dieses Textes verantwortlich: Serena Schiavolin, Translation-Fee und verantwortlich für den Italian Content bei clicktext. Sie haucht den Geschichten noch den typisch italienischen Touch ein!