Rosadira Bike Festival

Datum
02.08.2019
Tags
Biken , Familie , Natur

Rosadira Bike Festival

Rosadira Bike Dolomiti Festival im Eggental

Vier Tage in purster Natur Fahrtechnik-Workshops, Testmöglichkeiten und geführte Touren erleben – das ist das Rosadira Bike Festival! 
 

Unter Freunden – das Rosadira Bike Festival

Dieses Jahr ist es nicht nur die Bergkulisse, die beeindruckt. Auch das Kaiserwetter leistet seinen Beitrag und Simon Schrott, unser Guide für die heutige Trail-Tour, erinnert sich noch an die wettertechnisch nicht so optimale Ausgabe des vorigen Jahres – aber heute herrscht definitiv Sonnencreme-Pflicht.

Unsere 10-Frau/Mann-Gruppe startet pünktlich um zehn Uhr los. Simon mustert kurz die fröhliche Runde und erkennt dabei den einen und anderen Festival-Wiederholungstäter, was ihm sichtlich Freude bereitet. Die Atmosphäre ist locker – so wie es sich für Mountainbiker gehört – und so fahren wir nun unter den Felswänden des Rosengartenmassivs durch abwechslungsreiches Gelände Richtung Karerpass. 

Simon ist kein Mann der langen Reden, vielmehr ist er für seine Witze, Sprüche und Sprünge bekannt und nach den wichtigsten Infos zur Tour sind wir schon unterwegs und quatschen in losen Gruppen: beim Treten – mit purer Muskelkraft. Simon freut sich, dass hier beim Rosadira Bike Festival nicht nur das E-MTB im Zentrum der Aufmerksamkeit steht, sondern dass auch viele Oldschool-Mountainbiker den Weg in die Dolomiten gefunden haben.

Trails & Highlights

Über kurze Anstiege und Abfahrten bewegt sich unsere MTB-Karawane zwischen Almwiesen und Wäldern flott in Richtung Passhöhe und Simon hält hier schon einige Downhill-Schmankerl für uns bereit. Nichts Grobes oder Schnelles, hier gilt es vielmehr, technische Passagen zu meistern. „So habe ich es am liebsten”, verrät uns der Bikeguide und wir alle bewundern seine Fahrtechnik. Dass sich dann ausgerechnet unser Guide bei der Schlüsselstelle einen bösen Platten einfährt, was uns eine ungeplante Foto-, Trink- und Verschnaufpause verschafft, nimmt Simon keiner übel. „Meine nächsten Reifen sind wieder Maxxis”, höre ich Simon während dem Aufpumpen murmeln. „Weiter geht’s!”

Vom Karerpass fahren wir weiter in Richtung Welschnofen und Simon führt uns zu einem spektakulären Zwischenziel: „Der Mittersee existiert immer nur für einige Wochen, nach der ersten großen Schneeschmelze”, erklärt uns der braungebrannte Welschnofner. Das Wasser dieses kleinen Bergsees ist eiskalt und zum Kühlen der Beine perfekt, insofern man das Fussbad im Minutenbereich belässt, sonst wird es sehr kribbelig. ;) Hier darf natürlich auch der Show-Act nicht fehlen und Simon schnappt sich eine Bikerin mit aufs geparkte Floß, um mitsamt Bikes mit ihr den See zu überqueren. Der Rest der Bande schießt noch ein paar Fotos der beiden Biker auf hoher See und umrundet diese Schmelzwasser-Schönheit, bevor es weiter bergab Richtung Karer See geht. Dort treffen wir auf Bewunderer dieses Naturdenkmals aus aller Herren Länder. Das bekommt jetzt fast schon einen exotischen Touch, wie sicherlich auch wir, die wir mit unseren Bikes, Helmen und Protektoren auf die internationalen Besucher wahrscheinlich wie Menschen von einem anderen Planeten wirken.

Am Karer See trennt sich die Gruppe, Simon macht hier keine Kompromisse. Ab hier sind die Trails bis nach Welschnofen anspruchsvoll und wer sich dafür nicht fit fühlt, fährt mit dem zweiten Guide Andrea bis zur Talstation weiter. Ich und weitere drei Fahrer sind jedoch hochmotiviert und wir freuen uns schon auf den Bergab-Kick mit Simon an der Spitze.
 

Nicht nur gucken – Rosadira heißt vor allem Fahrspaß

Mit sagenhaften Bildern im Kopf, Salz auf der Haut und einem leicht roten Teint sitzen wir nach drei Stunden MTB-Abenteuer in der Gondelkabine und freuen uns schon auf den Mittagstisch vor dem Antlitz von König Laurin. 

Auch Simon ist happy, denn außer der kleinen Panne ist alles top verlaufen. Was ihn aber am meisten begeistert, ist der bunte Haufen an BikerInnen, die sich am Eventplatz tummeln. „Mag das Festival in Riva oder in Brixen bekannter und größer sein und auch mehr Firmen anlocken, aber bei uns hier am Rosengarten steht das Biken im Vordergrund und dieses Konzept scheint zu funktionieren”, gesteht mir der Mitbegründer des Rosadira. Ride on – das ist es, was schlussendlich zählt.

Das viertägige Rosadira Bike Festival im Eggental ist für MTB-Liebhaber ein top Angebot, um Fahrtechniktrainings, geführte Touren und Szene-Talk in einer traumhaften Bergkulisse zu erleben. Die familiäre Atmosphäre, die Gastfreundschaft und die kulinarischen Gaumenfreuden sind weitere Markenzeichen von Rosadira und die Gründer der Initiative sind auch fest davon überzeugt, dass dies weiterhin so bleibt. Du willst mehr über das Festival erfahren? Dann klicke dich hier rein! 

Kleine Randinfo: Der Name Rosadira ist die rätoromanische Bezeichnung für Sonnenuntergang – und am Rosengarten ist er wahrscheinlich einer der schönsten weit und breit.

Manuel Demetz

Neue Routen planen, neue Bikes testen, neue Talschaften und Bergtrails entdecken – da brennt die Leidenschaft. Beruflich hat Manuel nicht nur bei clicktext oft das Fahrrad im Kopf. Sein Wunsch ist, dass die Mobilität von morgen noch besser wird und immer mehr Menschen Radreisen unternehmen!